27.06.2011

Erfolgreicher Auftakt-Workshop zum Forschenden Lernen am 17.06.2011 an der FH Bielefeld

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Die Referentinnen: Prof. Dr. Ulrike Weyland (FH Bielefeld)
Dr. Gabriele Klewin (Universität Bielefeld)

Auf Einladung von KomPASS und Prof. Dr. Ulrike Weyland von der FH Bielefeld (Lehreinheit Pflege und Gesundheit) wurde am 17.06. eine Veranstaltung unter dem Titel „Forschendes Lernen – als Leitidee für gute Lehrerausbildung an Schulen des Gesundheitswesens?“ durchgeführt. Diese Veranstaltung richtete sich insbesondere an die Masterstudierenden des Studiengangs Berufspädagogik Pflege und Gesundheit an der FH Bielefeld sowie an Lehrende und Leitungspersonal aus den Schulen des Gesundheitswesens.


Nach einem einführenden, dialogisch gestalteten Grundsatzreferat zum forschenden Lernen, der von Dr. Gabriele Klewin und Prof. Dr. Ulrike Weyland gehalten und in dem der Frage „Was heißt und bedeutet forschendes Lernen für die Lehrerausbildung?“ nachgegangen wurde, erhielten die Teilnehmer/-innen in daran sich anschließenden workshops die Möglichkeit, dieser zunächst grob aufgezeichneten Perspektive konkreter nachzugehen. Für die Gestaltung dieser workshops konnten weitere Personen der Universität Bielefeld (Dr. Renate Schüssler und Anke Schöning) und der FH Bielefeld (Martha Jopt und Karin Böhmker) gewonnen werden. In den workshops setzten sich die Teilnehmer/-innen anhand der sog. „Schreibgittermethode“ mit ersten konkreten Ansätzen sowie Rahmen-bedingungen, die insbesondere für die Schulen des Gesundheitswesens von Interesse wären, auseinander. Auch der Gewinn für die Schulen wurde dabei thematisiert, d.h. es wurde der Frage nachgegangen, inwieweit die Schulen davon profitieren, wenn Studierende an ihren Schulen zu bestimmten Fragestellungen „forschend unterwegs“ sind, die sich u.a. auf die Themenbereiche Schulentwicklung, Fragetechniken, Unterrichtsstörungen usw. beziehen.


Die nachfolgende Diskussion und die Evaluation dieser Veranstaltung haben verdeutlicht, dass in diesem Ansatz ein deutlicher Nutzen für Studierende und Schulen gesehen wird. Förderlich wären in diesem Zusammenhang aber auch unterstützende Rahmenbedingungen im Sinne eines supports, wie z.B. Entlastungsstunden für Lehrkräfte, Unterstützung durch die Schulleitung, Einbindung in Unterrichtsentwicklung, auf die seitens der Teilnehmer/-innen deutlich hingewiesen wurde. Geplant sind erste Schritte der Umsetzung dieses Ansatzes im Rahmen des bevorstehenden Praxissemesters im Studium. Darüber hinaus wurden erste Kontakte zur Umsetzung mit einzelnen Schulen hergestellt. Eine vertiefende Veranstaltung zu konkreten Themenschwerpunkten zum forschenden Lernen, wie z.B. Lehrergesundheit, Schulentwicklung usw., ist in Planung und soll zu Beginn 2012 als Anschlussveranstaltung durchgeführt werden.